Tbilissi Top 3 und der grosse Kasbek

Tbilissi (georgisch: თბილისი), mit über einer Million Einwohnern die grösste Stadt Georgiens ist zwar Hauptstadt, aber nicht Sitz des georgischen Parlaments. Dies ist ein bisschen schade für die armen Regierenden, denn die Stadt ist echt wunderschön. Auf beiden Seiten des Flusses Kura, in einer hügeligen Gegend gelegen ist die Hauptstadt von der Grösse her recht übersichtlich und gut zu Fuss zu erkunden. Hier sind unsere Tbilissi Top 3:

  1. Schwefelbäder

Kein Besuch Tbilissis ohne entspannendes Schwefelbad! Das historische Bäderviertel liegt am Ufer der Kura und die Bäder werden direkt von heissen Quellen aus dem Untergrund gespeist. Auch wenn die hygienischen Bedingungen vielleicht nicht gerade dem westeuropäischen Standard entsprechen fühlt man sich nach einer Stunde im heissen Schwefelwasser total entspannt. Da ich von meinem Hamambesuch in der Türkei nicht restlos begeistert war, wollte ich noch einmal einen Versuch wagen und gönnte mir eine „Abreibung“. Es hat sich definitiv gelohnt und nachdem ich um einige Schichten toter Haut erleichtert wurde, fühlte ich mich wie neu.

Im historischen Bäderviertel
Im historischen Bäderviertel
  1. Georgian Stonehenge

Das Monument „The Chronicles of Georgia“ liegt etwas ausserhalb der Stadt, ist aber von der Metrostation Guramishvili in 20 Minuten zu Fuss erreichbar. Das ganze Monument besteht aus verschiedenen Elementen, welche die Geschichte Georgiens symbolisch darstellen. Von den Trümmern des Griechischen Reiches bist etwa ins Mittelalter sind hier die wichtigsten Ereignisse und Personen verewigt. Die ganze Anlage wirkt aber besonders spannend, weil sie noch nicht ganz fertiggestellt wurde. In den 90er Jahren ging das Geld aus und Arbeiten wurden auf einen Schlag eingestellt. Seither rosten die Gerüste, verschiedene Maschinen und das Werkzeug vor sich hin und geben allem einen ganz besonderen Reiz.

  1. Dry Bridge Market

Dieser Flohmarkt auf einer Brücke lässt das Herz eines jeden Kuriositäten- und Antiquitätensammlers höher schlagen. Früher für einige mittellose Bürger der einzige Weg um sich einen Lebensunterhalt zu verdienen, wird heute an hunderten von Ständen alles angeboten was alt ist, oder alt aussieht. Von antikem Porzellangeschirr, über Türbeschläge bis hin zu Abzeichen und Medaillen der roten Armee, verkaufen die Leute hier alles. Wir verbrachten einige sehr kurzweilige Stunden mit stöbern und entdecken. Glücklicherweise sind unsere Rucksäcke bereits voll, sonst hätten wir dem Einen oder Anderen wahrscheinliche nicht wiederstehen können.

Nachdem wir Tbilissi genügen erkundet hatten, zog es uns wieder raus in die Natur. Wir wollten den dritthöchsten Berg Georgiens sehen, den Kasbek, an den der Sage nach Prometheus gekettet wurde weil er den Menschen das Feuer brachte. Mit zwei anderen Backpackern machten wir uns auf, ganz in den Norden an die russische Grenze, wo wir einen super Tag mit Wandern verbrachten. Der Aufstieg zur Gergetikirche, der Meistfotografierten Kirche Georgiens, war in rund 40 Minuten geschafft, weshalb wir noch etwas weiter Richtung Kasbek aufstiegen.

Die Zeit in dem kleinen Land im Grossen Kaukasus hat uns sehr gut gefallen und unsere Vorfreude auf das noch kleinere Armenien geweckt. Nachdem wir nun den Kasbek gesehen haben, hoffen wir in Armenien einen guten Blick auf den, für die Armenier so wichtigen, Ararat erhaschen zu können.

3 thoughts on “Tbilissi Top 3 und der grosse Kasbek

  1. Hmmmm… kommt es nur mir so vor oder schreibt ihr tatsächlich mit immer mehr Schreibfehler? Liegt wohl daran, dass die Sprachbarriere ziemlich hoch liegt ins Deutsche 😀
    *sorrywägesostudigeklugscheissere*

    Han eu lieb…

  2. Hallo Ihr Beiden
    Einmal mehr vielen Dank für den tollen Reisebericht. Ich lese ihn immer wieder gerne und bin schon jetzt gespannt auf den nächsten Eintrag.
    Wir geniessen die letzten Sonnentage, obwohl ich mich auf den Winter freue und hoffe dass es bald so kalt wird, dass die weisse Pracht kommt.
    Euch weiterhin eine gute Weiterreise.
    Ganz liebe Grüsse
    Monika

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