Reif für die Insel

Seit Gokarna (Indien) haben wir keinen Strand mehr gesehen, weshalb wir uns nun richtig auf die thailändischen Inseln Ko Phayam und Ko Tao freuten. Die Einreise nach Thailand ging ohne Probleme über die Bühne und wir hatten unseren Stempel für 15 Tage Aufenthalt im Pass. (Achtung! Schweizer die auf dem Landweg einreisen erhalten nur 15 Tage Aufenthaltsbewilligung, die Ankunft am Flughafen erlaubt bis zu 30 Tagen Aufenthalt.)

Das Erste was wir in Thailand suchten war eine Bank. Null Komma nichts war eine gefunden und im Gegensatz zu den myanmarischen, haben die Thaibanken beim ersten Versuch funktioniert. Mit einem Bündel frischer Bhat Noten machten wir uns auf den Weg zum 7eleven Supermarkt. Da die Temperatur seit vielen Tagen nie unter 25°C fiel, hat uns die klimatisierte Verkaufsfläche mit dem grossen Angebot in einen kurzen aber heftigen Kaufrausch versetzt.

Ko Phayam liegt ca. 20 Minuten Bootsfahrt vom Grenzübergang Ranong entfernt und gilt als eine der ruhigeren Inseln Thailands. Wir haben es wohl wieder einmal gut mit der Saison getroffen. Das Angebot für Aktivitäten bestand noch, trotzdem war die Insel nicht mehr von Touristen überflutet. Auf Ko Phayam hat sich Pam mit Druckluft ins kühle warme Nass gewagt und ihr PADI Open Water Diver (Tauchlizenz) gemacht.

Man hat mir gesagt die Sicht sei schlecht (ca. 2-5 Meter) und trotzdem war ich manchmal überwältigt ab all den wunderschönen Fischen und Korallen die ich sehen konnte. Auch zu lernen wie ich mit dem Sauerstofftank umzugehen brauche, wie ich mit ein- und ausatmen im Wasser schweben kann und wie man sich Unterwasser verständigt war echt cool! Das war wirklich ein super Erlebnis und ich würde einen Tauchkurs jedem empfehlen, der die Möglichkeit dazu hat.

Wir haben das Meer, das gute Essen und die gelassene, familiäre Atmosphäre auf Ko Phayam sehr genossen. Sevi hat sich ein Surfboard gemietet und die Wellen vor unserem Zelt getestet. Ja, genau – wir konnten mal wieder unser Zelt aufschlagen. Dies hat uns, aber auch den ortsansässigen Ameisen, die unseren Zeltboden mit einer Mahlzeit verwechselt haben, super gefallen.

Weiter ging unsere Reise an die Ostküste Thailands und von da nach Ko Tao, einer kleinen Insel die bekannt ist für ihre schöne Unterwasserwelt. Wir haben uns einen der abgelegenen Strände ausgesucht und dort, in einem der drei Hotels, einen Bungalow gemietet. In „unserer“ kleinen Bucht befand sich ein wunderschönes Riff mit sehr vielen verschiedenen Fischen und Korallen. Das Wasser war im Gegensatzt zu Ko Phayam unglaublich klar, weshalb Pam von der Unterwasserwelt nun noch mehr begeistert ist.

Einen Tag lang haben wir eine Schnorchel-Tour rund um die Insel gemacht. Das Wasser schillerte in allen möglichen Blautönen und die Fische waren so neugierig, sie knabberten sogar an Sevis Händen. Auf der Tour haben wir auch die drei kleinen Inseln Ko Nang Yuan besucht, die durch eine feine, weissen Sandbank verbunden sind. Sie sind bekannt als eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Thailands.

Viele Thailandreisende haben uns vor Schwindlern gewarnt, welche einem einen Bären aufbinden wollen um Geld zu verdienen oder in Läden und Hotels eine Kommission erhalten wenn Sie Touristen mitbringen. Spannend war, dass wir das eigentlich nicht so erlebten. Die Freundlichkeit der Thais schien uns zwar professioneller als noch in Myanmar, war aber bestimmt nicht weniger ehrlich gemeint. Das einzige Mal, als wir einem solchen Tout auf den Leim gingen, haben wir ein TukTuk direkt am Busbahnhof genommen um zum Hafen zu kommen. Der Fahrer hat dann halt die Kommission der Fährgesellschaft einkassiert. Da es bereits dunkel, und der Hafen einige Kilometer entfernt war, waren wir doch auch froh um den Service. Wir haben das dann als Dienstleistung in unseren Ausgaben verbucht… 🙂

Die Inseln waren ein Paradies zum Entspannen und dem süssen Nichtstun frönen (ausser natürlich, tauchen, schnorcheln, surfen, Insel erkunden, usw.). Wir wissen jetzt weshalb Südthailand eine so beliebte Ferien Destination ist.

2 thoughts on “Reif für die Insel

  1. Liebe Pam und Sevi Dank Euch kann ich, wenn auch nur vom Büro aus, auch wieder etwas reisen. Vielen Dank für Eure spannenden Berichte. Unterdessen seit ihr in den Ländern angekommen, die wir auf unserer 2 jährigen Reise vor nun doch schon über 10 Jahren auch bereist haben. Ko Phayam ist Neuland für uns und werden wir uns gerne merken, Ko Tao kennen wir gut, haben wir doch dort nach ca. 18 Monaten reisen auch einmal etwas ausgespannt. Aber wenn Pam die Unterwasserwelt dort fasziniert hat, dann wäre Sie von den Perintian Islands in Malaysien einfach sprachlos. Dies auch der Grund warum ich schreibe. Wir hatten dazumal in Australien tauchen gelernt und waren auch im Outer Great Barrier Reef und dementsprechend verwöhnt. Was wir dann jedoch in Malaysien sehen und ertauchen durften war fast noch besser. Ich hoffe die Unterwasserwelt hat sich in den letzten Jahren nicht so stark verändert wie der Rest und darum mein Tipp – geht unbedingt dorthin – die Unterkünfte auf Perhentian Besar (musste im Internet nachsehen auf welcher Insel wir genau waren und bin dabei auf folgende Seite gestossen, die gute Infos gibt http://www.paradiestaucher.de/html/perhentian.html) waren dazumal sehr, sehr einfach aber das tauchen unvergesslich und wir kamen fast nicht mehr davon los. Weiterhin viel Spass und geniesst jeden Moment, von diesen Erinnerungen werdet Ihr noch Jahrelang zehren können. Liebe Grüsse von Deiner ehemaligen Arbeitskollegin Susanne

    1. Liebe Susanne
      Danke für deinen Kommentar. Ja, das Tauchen und auch das Schnorcheln war wirklich ein super Erlebnis!
      Auch danke für deinen Reisetipp. Im Moment sind wir in Vietnam und geniessen Cat Ba Island.
      Liebe Grüsse
      Pam

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