Jerewan

In Jerewan (Երևան) haben wir im empfehlenswerten Center Hostel gewohnt, was uns 8000 Dram (ca. 17CHF) für ein Doppelzimmer mit Frühstück kostete. Die verhältnismässig kleine Stadt ist recht einfach zu Fuss zu erkunden und bietet viele schöne Parks und ruhige Ecken um die Sonne zu geniessen.

Museen in Jerewan

Eines der wichtigsten Museen Jerewans liegt etwas ausserhalb des Stadtzentrums. Zizernakaberd, das Genozide Memorial und Museum. Vom Völkermord an den Armeniern haben wir im Geschichtsunterricht in der Schweiz nichts gehört. Obwohl der erste und der zweite Weltkrieg inklusive Holocaust oft thematisiert werden, wird das Thema rund um den armenischen Völkermord nicht angesprochen. Ein kurzer Ausflug in die Geschichte hat uns gelehrt, dass die armenische Bevölkerung des Osmanischen Reichs im ersten Weltkrieg auf Befehl der nationalistisch orientierten Partei der Jungtürken verhaftet und deportiert wurde. Das Museum zeigt eindrückliche Berichte von Überlebenden, Missionaren und Mitarbeitern verschiedener Hilfswerke, die Zeugen der Grausamkeiten wurden. Das Museum ist sehr gut aufgebaut, mit klaren Strukturen und Übersetzungen ins Russische und Englische. Der Besuch lohnt sich sehr, vor allem weil dieses Thema bei vielen Gesprächen mit Armeniern immer wieder angesprochen, und ganz offensichtlich noch nicht verarbeitet wurde.

Fährt man mit der Marschrutka einige Stationen zurück Richtung Stadtzentrum ist es nur noch ein kurzer Fussweg zum Sergei Paradschanow Museum. Paradschanow (1924 – 1991) war ein georgischer Filmregisseur, dessen Filme und Skripte auf Grund seiner unorthodoxen Art mehr als einmal von den sowjetischen Zensoren verboten und weggeschlossen wurden. Da wir hier ein Museum besuchten ist es aber wohl auch klar, dass er nicht nur Filme sondern auch Bilder kreierte. Paradschanows Collagen sind mutig, wild und oft sieht man den Sinn dahinter nicht auf den ersten Blick. Trotz dem war es spannend seine Werke zu betrachten und seinen Humor zu verstehen versuchen.

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Im Parajanov Museum

Wenn wir unsere Ausgaben anschauen, so ist es offensichtliche, dass wir unser Geld am liebsten und häufigsten für Essen ausgeben. Das ist in Jerewan aber auch recht einfach, weil viele Restaurants im Verhältnis sehr teuer sind. Aus diesem Grund möchten wir euch hier ein paar Locations in Jerewan empfehlen.

Vinograd

Dieses Restaurant wurde uns von unserem Host empfohlen. Die Küche ist ausgezeichnet und sehr kreativ. Je nach Saison gibt es unterschiedliche Spezialitäten aus der Region. Dazu trinkt man natürlich ein Glas armenischen Wein. Das Ambiente ist gemütlich und das ganze Restaurant zum Thema Wein eingerichtet.

The Green Bean

Hier handelt es sich um eine Kaffeekette, die auf Fair Trade und Lokale Produkte setzt. Vom Stil her wie Starbucks, mit dem besten WiFi der ganzen Stadt, und darum beliebt bei Jerewans Studenten und anderen die den ganzen Tag Zeit haben. The Green Bean sagt stolz über ihren Kaffee: „Es ist der einzige Kaffee den du in Jerewan trinken solltest. Du darfst es ruhig zugeben!“

Melrose

Diese Bar macht den Eindruck, als ob sich ein paar Freunde plötzlich dazu entschlossen hätten eine Bar zu eröffnen. Es scheint als ob der eine oder andere von ihnen irgendwie auch dort lebt, oder zumindest einen Grossteil seiner Zeit im Melrose verbringt. Als wir dort waren, fand gerade ein grosses, gemeinsames Kürbisschnitzen für Halloween statt. Die Wände sind voll von Sprüchen die von schwarzem Humor triefen. Der Service ist gut und die warmen Snacks sind frisch.

Da wir aber mit unserem Budget von 30 CHF pro Person und Tag doch ein wenig haushälterisch umgehen müssen, haben wir das Mittagessen oft im Supermarkt gekauft und uns zum Essen auf die Casscade gesetzt. Dies ist eine mehrstöckige Kunstgalerie, die sich Terrassenartig einen Hang hinauf über die Stadt erhebt. Wer sich die vielen hundert Treppenstufen hinaufkämpft (oder die Rolltreppe nimmt) hat einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt und kann bei gutem Wetter sogar den Ararat sehen.

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4 thoughts on “Jerewan

  1. Hey ihr zwei Weltebummler
    Mir verfolged eui Reis uf Schritt und Tritt und hend uuuuhh Freud a eunä spannende Bricht und schöne Bilder.

    Liebi Grüessli us Winti

    PS: Pämi, mir sind grad im Wichtelfieber und denked a dich! Wo werdet ihr a Wiehnachte grad si?

    1. Liebi Ex-Bürogspändli
      Isch cool sinder so am Läse und Luege!
      Aso mir händ kei Wiehnachtsstimmig, was vor allem für mich rächt ussergwöhnlich isch! Aber natürlich isches schön, wänn die Wichteltradition wiiterbestah bliibt, und ich nimme ah, ihr hähd au en Bänz vom FM übercho. 🙂
      En liebe Gruess usem schöne Iran
      Pam und Sevi

  2. hoi ihr liebe
    es freut mich immer vo eu zläse.
    mich nimmt na wunder, finded er, dass ihr guet packt hend oder hend er au überflüssigi sache debi?
    es isch sicher schön, mit so wenig material uszcho!
    gnüsseds witerhin

    en ganz en liebe gruess
    nadja

    1. Hey Nadja
      Mir dänked beidi, dass mer bizli viel debii händ aber es git nüt womer eus devo möchted tränne.
      S Campingzüg bruucht halt mega viel Platz, aber vo dem wämer eus nöd tränne.
      Allefalls i nächste Ziit vo de wärmschte Chleider.

      En liebe Gruess

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