Kleider machen Leute…

… meinte schon Gottfried Keller und schrieb ein Buch darüber. Wir können Herrn Keller in gewissem Masse zustimmen, schreiben aber nur einen kurzen Artikel…

Unser erster Halt in Vietnam war das hübsche Städtchen Hội An, mit seiner Altstadt voller engen Gassen, die von alten, chinesischen Holzhäusern gesäumt sind. Weil dieser Ort ein gutes Beispiel für eine alte, südostasiatische Handelsstadt ist, wurde Hội An 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Neben hübschen Cafés mit gutem Kaffee aus der Region (super stark), sowie diversen Souvenirläden, gibt es hier auch unzählige Schneidereien. Diese präsentieren im Schaufenster die verschiedensten Kleidungsstücke, unter anderem Anzüge für Männer und hübsche Kleider für Frauen. Die SchneiderInnen von Hội An rühmen sich damit, dass sie jede noch so ausgefallene Idee für ein Kleidungsstück innert kürzester Zeit umsetzten können.

Obwohl unsere Reise lang ist, wird sie eines Tages zu Ende sein. Dann können auch wir nicht mehr wie Landstreicher herumlaufen und brauchen anständige Kleider. Deshalb haben wir uns ins Getümmel der Schneidereien gestürzt und haben begonnen mit den Verkäuferinnen über Muster, Stoffe und Qualität zu diskutieren. Natürlich ist jeder einzelne Laden der Beste in der ganzen Stadt, was die Wahl eines Geschäfts nicht ganz einfach macht.

Nach sechs verschiedenen Shops waren wir unserem Ziel schon etwas näher. Wir wussten jetzt sogar was wir eigentlich wollten und wo wir das gewünschte schneidern lassen. Bereits am nächsten Tag konnten wir unsere Kleider das erste Mal anprobieren und am Tag darauf fand die zweite Anprobe statt. Da wir keine Änderungswünsche mehr hatten, konnten wir unsere massgeschneiderten Sachen rund 48 Stunden nach dem ersten Betreten des Ladens bezahlen und mitnehmen. Für interessierte möchten wir hier deshalb A Dong Silk empfehlen, die Boutique für die wir uns entschieden haben. Der Preis ist zwar etwas höher als in kleineren Shops, aber die Qualität, der Service und die sympathischen Schneiderinnen haben uns überzeugt. Und der Laden ist besser als sein Webauftritt…

Natürlich! waren wir nicht nur an unseren neuen Kleidern interessiert, sondern sind auch durch die Strassen geschlendert, haben am Nightmarket Streetfood gegessen und der japanischen Brücke einen Besuch abgestattet. Die schönen, alten Häuser sind zum Teil seit hunderten von Jahren im Besitz derselben Handelsfamilie und werden heutzutage zur Besichtigung für Touristen geöffnet. Alle paar Jahre wird die Altstadt in der Regenzeit überflutet. Viele Häuser sind deshalb so eingerichtet, dass im Notfall der ganze Hausrat einfach mit einem Flaschenzug ins Obergeschoss transportiert werden kann. In einigen Häusern waren Bilder zu sehen, die zeigen wie es bei solchen Ereignissen im jeweiligen Haus, aber auch in ganz Hội An aussieht.

Hoi an
Rettet den Welpen!

Auch einen chinesischen Tempel haben wir besichtigt, was für uns nach all den buddhistischen Tempeln und Stupas etwas ganz Neues war und unsere Vorfreude auf dieses Land nur noch verstärkte.

2 thoughts on “Kleider machen Leute…

  1. Hallo Pami und Sevi
    Einmal mehr vielen Dank für die tollen Berichte und vor allem Informationen. Es fasziniert mich immer wieder von Neuem und macht mich gluschtig auf diese Welt, die Ihr bereist.
    Weiterhin viel Spass dabei und hebet Eui sorg.
    Liebe Grüäss
    Monika

    1. Liebe Moni
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Vieleicht verschlägt es euch ja auch einmal an einen solchen Ort:)
      Wir sind jetzt gerade in China angekommen und geniessen es in vollen Zügen.
      Liebe Gruess
      Pämi

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