Bangkok und der erste Regen

Nach diesen erholsamen Tagen in Südthailand freuten wir uns wieder richtig darauf weiter zu ziehen. Nach einer ca. 18 stündigen Reise mit Fähre und Bus kamen wir am späten Nachmittag in Bangkok an. Da es gerade die heisseste Zeit des Jahres ist, haben wir uns wieder einmal ein Zimmer mit Klimaanlage gegönnt.

Bangkok ist eine geschäftige, moderne Metropole die stolz ihre asiatischen Wurzeln präsentiert. Wir wohnten in einer ruhigeren Gegend, mit traditionellen Strassenküchen und vielen Bars, wenige Gehminuten vom Backpackerghetto in der Kao San Road entfernt. Dort geht jeden Abend die Post ab… Die Partybackpacker auf dem Bananapancake trail geben hier nochmals richtig Gas, bevor sie sich in die Abenteuer Nordthailands stürzen, oder wieder nach Hause fliegen. Die Menschenmassen drängten sich in den Kleidershops, Bars und Restaurants, die mutigeren (oder bereits genügend betrunkenen) assen frittierte Kakerlaken fürs Selfie und die Drinks wurden Kübelweise verkauft. Auf jeden Fall war es ein Erlebnis.

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Kao San Road – It’s mental!

Bereits am ersten Abend haben wir etwas entdeckt. Etwas wunderbares, was wir insgeheim ein bisschen vermisst haben. Den BURGER KING! Ok, sagten wir uns, hier gönnen wir uns eines Tages einen Double Whooper. So haben wir uns dann aufgemacht, an allen Strassenküchen vorbei, haben den Versuchungen von Pad Thai und Fried Noodles widerstanden und gespannt den Burger King erreicht. Kurz nach dem Eintreten fielen unsere Blicke auf die Preise. Zuerst hat jeder für sich gerechnet, dann trafen sich unsere Blicke. Wir wussten beide genau was der Andere dachte: „Mann für das Geld können wir in einem der edleren Restaurants der Stadt essen gehen“. Schlussendlich machten wir rechtsumkehrt und assen für den halben Preis einen mindestens gleich guten Burger mit besseren Pommes in einem anderen Restaurant. 🙂 – Werden wir langsam ein bisschen komisch?

Wie bereits erwähnt macht uns die Hitze etwas zu schaffen und wir haben am Tag meistens nicht so viel unternommen. Einen Ort den wir trotzdem besuchten, war das Royal Bark Museum. Hier sind einige der königlichen Barken ausgestellt und wir konnten erfahren welches Boot für welchen Zweck gebaut wurde, und vor allem einige der eindrücklichen Schiffe bestaunen. Die Barken werden vom thailändischen König auch heute noch für gewaltige Prozessionen auf dem Fluss Chao Phraya genutzt. Die Prozessionen haben sowohl eine religiöse wie auch eine gesellschaftliche Bedeutung und finden zu speziellen Anlässen,  wie etwa der Krönung eines neuen Herrschers, dessen Geburtstag, einem Nationalfeiertag, usw. statt. Leider waren wir nicht anwesend für eine Lifeshow, aber auch die Bilder im Royal Bark Museum anlässlich der letzten Prozession im Jahr 2012 waren beeindruckend.

Nach den Tagen in Bangkok nahmen wir den Zug zum Grenzübergang nach Kambodscha, nach Aranyaprathet. Dankbar fuhren wir am späteren Nachmittag durch einen herrlichen Sommerregen, den ersten der Saison, der die Luft angenehm abkühlte. Unsere Mitfahrer waren vom Wasser allerdings nicht so begeistert und haben sofort alle Fenster und Türen geschlossen.

Wieder einmal nehmen wir Abschied von einem Land. Von Thailand hätten wir gerne noch mehr gesehen, da wir vor allem viel Gutes über den Norden gehört haben. Trotz allem freuten wir uns auf Kambodscha, ein Land mit einer schwierigen Vergangenheit und der uralten Khmer Kultur.

2 thoughts on “Bangkok und der erste Regen

  1. Liebes Pami, lieber Sevi
    seit Anfang lese ich mit grosser Begeisterung eure Berichte – jedesmal mit ui, oh nein etc.
    Ich danke euch herzlichst für das Teilhaben an euren einzigartigen Erlebnissen!
    Hebet eui sorg und bhüet eui Gott uf dä Witerreis!
    Herzliche Grüsse
    Elsbeth

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